Weltwirtschaftsforum sagt Cyberkriminalität den Kampf an

Juli Rutsch
Juli Rutsch

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Ein neues Projekt des Weltwirtschaftsforums soll die Kriminalität im Internet weiter einschränken. Das Projekt soll auf globaler Ebene funktionieren.

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Mit dem neuen Projekt des Weltwirtschaftsforums soll auf globaler Ebene dem Cybercrime der Kampf angesagt werden. - Depositphotos

Die globale Bedrohung durch Cyberkriminalität hat ein nie dagewesenes Ausmass erreicht. Um dieser Herausforderung zu begegnen, haben sich Schwergewichte aus Wirtschaft und Politik zusammengetan.

Mit dem Projekt «Cybercrime Atlas» wollen sie die digitale Kriminalität weltweit bekämpfen.

Angeführt vom Weltwirtschaftsforum (WEF) vereint das Bündnis Unternehmen wie Microsoft, PayPal und Fortinet sowie 20 Strafverfolgungsbehörden, private Sicherheitsfirmen und Finanzinstitutionen unter einem Dach.

Gemeinsam gegen unsichtbare Feinde

Nach drei Jahren intensiver Diskussion wurde die Initiative 2023 ins Leben gerufen. Ziel ist es, den Handlungsspielraum von Cyberkriminellen einzuschränken und einen effektiven Schlag gegen gross angelegte digitale Verbrechen zu führen.

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Cyberkriminellen soll nun stärker das Handwerk gelegt werden. - Depositphotos

Denn diese bedrohen nicht nur Privatpersonen oder Unternehmen. Auch kritische Infrastrukturen, wie etwa Krankenhäuser, und Regierungsorganisationen sind betroffen.

Obwohl sie oft unsichtbar bleiben, sind die dadurch entstehenden Schäden für Wirtschaft und Gesellschaft sind immens.

Datenbasis im Aufbau

Mit dem Übergang in die operative Phase des Projekts steht nun der Aufbau einer umfangreichen Datenbank im Fokus. Diese soll wertvolle Informationen über Cyberkriminelle und ihre Aktivitäten enthalten.

Wie Tal Goldstein, Leiter der Strategieabteilung des WEF-Zentrums für Cybersicherheit, betont, war lange Zeit die Frage nach der Machbarkeit eines solchen Vorhabens zentral.

Doch mittlerweile ist klar: Die Zusammenarbeit funktioniert – und kann einen Unterschied machen.

Cybercrime soll unrentabel werden

Laut Derek Manky, Vizepräsident von Fortinet, liegt der Fokus nun darauf, aktiv gegen internationale Cyberkriminalität vorzugehen.

Dazu gehören das Ergreifen krimineller Infrastrukturen sowie die Identifizierung und Verhaftung von Tätern.

Internetverbrecher sollen jetzt noch stärker belangt werden.
Internetverbrecher sollen jetzt noch stärker belangt werden. - Depositphotos

Mit dem «Cybercrime Atlas» soll ein klares Signal gesendet werden: Die Initiative meint es ernst mit der Bekämpfung digitaler Verbrechen. Das Ziel ist klar definiert – Cyberkriminalität muss auf globaler Ebene unrentabel gemacht werden.

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