So nutzen Künstler und Agenturen die KI-Software Sora

Björn Schneider
Björn Schneider

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Open AI's Sora kann realistische Videos aus einem Text erstellen. Jüngst präsentierte das KI-Unternehmen Drittanbieter, die sich an der Software ausprobierten.

Der KI-Videogenerator Sora von OpenAI kreiert täuschend echte Videos. Auch Regisseure, Kreative und Agenturen setzen verstärkt auf die Software.
Der KI-Videogenerator Sora von OpenAI kreiert täuschend echte Videos. Auch Regisseure, Kreative und Agenturen setzen verstärkt auf die Software. - Depositphotos

OpenAI hat kürzlich die ersten Beispiele von Drittanbietern gezeigt, die mit dem KI-Modell Sora gearbeitet haben. Das leistungsstarke KI-Tool wandelt Texte und Bilder in Videos um.

Vor wenigen Wochen präsentierte OpenAI die Werke jener ausgewählter Filmemacher, Künstler und Musiker sowie Werbeagenturen. Ihnen wurde Zugang zum Generator Sora gewährt, der für die Öffentlichkeit bisher noch nicht nutzbar ist.

Kreative Köpfe erwecken Ideen zum beweglichen Bild

Laut eigener Aussage habe man bei OpenAI zuvor viele Verbesserungen an Sora vorgenommen. Durch die Werke erhielt man einen Eindruck, wie dieses Modell Kreativen dabei hilft, ihre Ideen zu verwirklichen.

OpenAI Logo on Screen
Am Beispiel der Zusammenarbeit zwischen OpenAI und den Künstlern erfährt man, wie Sora Kreative bei ihrer Arbeit unterstützen kann. - Unsplash

Unter den Arbeiten fanden sich Beiträge von Persönlichkeiten aus der Medienbranche, so etwa Walter Woodman vom renommierten Multimediakonzern Shy kids. Hinzu kamen Künstler unterschiedlichster Branchen.

Darunter Regisseur Paul Trillo und der multidisziplinäre Künstler August Camp. Auch Nik Kleverov, Mitbegründer einer Emmy-nominierten Werbeagentur, gehörte zu den «Auserwählten».

Technologie mit Potenzial

Natürlich lobten alle diese Kreativen die Technologie von OpenAI in den höchsten Tönen. Warum sonst würde OpenAI ihre Arbeiten veröffentlichen?

Eine bessere Werbung hätten sich beide Seiten wohl kaum suchen können.

Doch abgesehen davon verdeutlichten diese Sora-Videos auch das Potenzial der Technologie dahinter. Gerade im Hinblick auf Berichte, wonach OpenAI-Manager Treffen mit grossen Filmstudios arrangiert haben, um deren Interesse an Sora zu wecken.

Skeptiker warnen vor «Artistwashing»

Trotz aller Begeisterung gibt es generell natürlich auch skeptische Stimmen. So werfen einige Kritiker OpenAI seither «Artistwashing» vor, also das Einholen positiver Kommentare über das eigene Modell ohne erfolgte Bezahlung.

Zwei Geschäftspartner beim Handschlag
Eine echte Win-win-Situation: OpenAI profitiert vom Medienecho, die Künstler durften Sora kostenfrei vollumfänglich nutzen. - Unsplash

Besonders kritisch schaut die Initative Fairly Trained hin. Sie setzt sich für KI-Modelle ein, die, anders als bisher üblich, mit lizenzierten oder öffentlichen Daten trainiert werden.

Bislang hat sich OpenAI jedoch nicht dazu geäussert, welche spezifischen Daten zur Schulung des Sora-Modells verwendet wurden.

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