Überraschend! Donald Trump tritt TikTok bei

Juli Rutsch
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Trump war einer der ersten, der versuchte, TikTok in den Vereinigten Staaten verbieten zu lassen. Jetzt ist der der App beigetreten.

Trump versuchte immer wieder, TikTok in den USA zu verbieten. Jetzt hat er seinen eigenen Account.
Trump versuchte immer wieder, TikTok in den USA zu verbieten. Jetzt hat er seinen eigenen Account. - Depositphotos

Donald Trump, einstiger Gegner von TikTok, hat sich nun überraschend der Plattform angeschlossen. Dieser Schritt erfolgte, nachdem bekannt wurde, dass Trump plant in einer online Versammlung, einer sogenannten Town Hall, auf X (ehemals Twitter) zu erscheinen.

Eine Plattform, die er seit 2021 gemieden hatte. In einem spektakulären Zug hat der Ex-Präsident nun sein Debütvideo auf TikTok gepostet.

Unter seinem neuen verifizierten Benutzernamen @realDonaldTrump zeigte er sich winkend seinen Fans bei einem Ultimate Fighting Championship (UFC) Event in Newark, New Jersey.

Von Verboten zu Videos: Trumps Kehrtwende

Dana White, CEO von UFC, führte Trump mit den Worten «Der Präsident ist jetzt auf TikTok» ein. Darauf antwortete Trump selbstbewusst mit «Es ist mir eine Ehre».

Über Jahre hinweg versuchte Trump die chinesische App TikTok in den USA zu verbieten - ohne Erfolg. Jetzt ist er selber Mitglied.
Über Jahre hinweg versuchte Trump die chinesische App TikTok in den USA zu verbieten - ohne Erfolg. Jetzt ist er selber Mitglied. - Depositphotos

Diese Szene markiert einen bemerkenswerten Wandel für jemanden, der vormals versuchte die App in den USA verbieten zu lassen. Laut eines Beraters seiner Kampagne zielt dieser Schachzug darauf ab, junge Wähler anzusprechen.

Eine Strategie beider Seiten im aktuellen Wahlkampfgetümmel zwischen Biden und ihm selbst. Die Ausrichtung auf Jugendliche von TikTok scheint dabei im Zentrum der Bemühungen zu stehen.

Eine Frage nationaler Sicherheit oder politisches Manöver?

Trumps Versuche während seiner Amtszeit das soziale Netzwerk aus Sorge um die nationale Sicherheit verbannen zu lassen, waren letztlich erfolglos geblieben. Sie wurden durch Bundesgerichte blockiert.

Interessanterweise unterzeichnete die Biden-Administration kürzlich ein Gesetz welches ByteDance, der chinesische Mutterkonzern von TikTok, zwingt, entweder ihren Besitz innerhalb eines Jahres zu verkaufen oder ein Verbot in US-App-Stores hinzunehmen.

Trotz vergangener Konflikte änderte Trump seine Meinung bezüglich des Verbots und betonte gegenüber CNBC früher dieses Jahres zwar weiterhin sicherheitsbedingte Bedrohungen durch die App, aber auch potentielle Vorteile für Meta als Grund gegen ein Verbot: Unternehmen welche er als «Feind des Volkes» beschrieb.

Zwei Rivalen mit demselben Ziel

Nicht nur Donald Trump sieht Potenzial in der jungen Nutzerschaft von TikTok. Auch Joe Biden nutzt mittlerweile aktiv diese Plattform.

Jedoch scheint Trump schon jetzt damit erfolgreicher zu sein. Der Ex-Präsident ist TikTok beigetreten und brachte es quasi aus dem Stand auf 1,7 Millionen Follower.

Erst seit kurzem ist Trump auf der von ihm verschmähten Plattform TikTok und hat schon jetzt Hunderttausende Follower mehr als sein Konkurrent Biden.
Erst seit kurzem ist Trump auf der von ihm verschmähten Plattform TikTok und hat schon jetzt Hunderttausende Follower mehr als sein Konkurrent Biden. - Depositphotos

Zum Vergleich: Das Team des demokratischen Amtsinhabers Joe Biden ist bereits seit längerem auf der Plattform aktiv – und kommt gerade mal auf rund 330'000 Follower.

Eine interessante Wendung

Die aktuellen politischen Ambitionen beider Parteien, um jüngere Wählerschichten für sich gewinnen zu wollen, ist auffällig. Vor allem auch, wie schnell sich Positionierungen ändern können, wenn es darum geht, neue Wege zur Ansprache potentieller Wählergruppen einzuschlagen.

Sei es über traditionelle Medien oder eben moderne Social Media Kanäle wie TikTok.

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