Quantenprozessoren und Co.: IBM mit neuen Ankündigungen

    Juli Rutsch
    Juli Rutsch

    IBM präsentiert unter anderem zwei neue Quantenprozessoren und will die Anwendungsbereiche kommerzieller machen.

    Laptop Tisch Logo IBM
    Das Logo von IBM auf einem Laptop. - Depositphotos

    Bei dem jährlichen Quantum Summit stellte IBM seine neuesten Errungenschaften vor, darunter zwei beeindruckende Quantenprozessoren und ein Upgrade ihrer Qiskit-Entwicklungsumgebung.

    Mehr Power als je zuvor

    An erster Stelle steht der Condor-Prozessor, eine wahre Bestie mit 1121 Qubits – eine Rechenleistung, die bisher unerreicht ist.

    Der Heron-Prozessor hingegen mag im Vergleich «nur» 133 Qubits haben. Aber er wurde speziell entwickelt, um Aufgaben wie maschinelles Lernen oder Sprachverarbeitung effizienter zu bewältigen.

    Computer Prozessor Neonlicht
    Die neuen Quantenprozessoren werden die Arbeit für Entwickler noch einfacher machen. - Depositphotos

    Beide Prozessoren basieren auf IBMs brandneuer Eagle-Architektur. Diese bietet gegenüber der alten Falcon-Architektur deutliche Verbesserungen in Sachen Leistung und Zuverlässigkeit.

    Nächste Generation Software

    Aber nicht nur bei der Hardware hat IBM Fortschritte gemacht. Auch ihre Open-Source Plattform zur Entwicklung von Quantenprogrammen namens Qiskit hat ein bedeutendes Update erhalten.

    Mit einer verbesserten Benutzeroberfläche und neuen Tools zur Fehlerbehebung wird es Entwicklern erleichtert, ihre Programme zu erstellen und zu testen. Zusätzlich dazu ist Qiskit jetzt bis zu zehnmal schneller als vor dem Upgrade.

    Ein Jahrzehnt der Quantentechnologie

    Aber IBM hat nicht nur beeindruckende Neuerungen vorgestellt, sondern auch einen Blick in die Zukunft gewährt.

    Mann Leinwand Quantenforschung
    Der Marcel-Benoist-Preis geht an den Physiker Tobias J. Kippenberg für seine Arbeiten in der Quanten-Optomechanik. (Symbolbild) - depositphotos

    Mit ihrer 10-Jahres-Roadmap haben sie ehrgeizige Pläne offenbart: Innerhalb des nächsten Jahrzehnts wollen sie Quantencomputer mit bis zu einer Million Qubits bauen.

    Darüber hinaus plant IBM, diese Technologie für eine Vielzahl von Anwendungen kommerziell verfügbar zu machen. Darunter maschinelles Lernen, Materialwissenschaft und Finanzwesen.

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