Dieser winzige Chip bekämpft Depressionen – direkt im Gehirn

    Juli Rutsch
    Juli Rutsch

    Könnten Gehirnimplantate Depressionen behandeln und die Ergebnisse auf Ihr Smartphone übertragen? Dieser Chip versucht es. Und kann auch schon was.

    Mann Chip Zeigefinger und Daumen Lächeln Nahaufnahme
    Meron Gribetz, CEO von Inner Cosmos, will mit diesem leicht invasiven Schädelimplantat Depressionen behandeln können. - Inner Cosmos

    In der Welt der Neurotechnologie bahnt sich eine neue Entwicklung an. Inner Cosmos, ein Unternehmen, das sich auf die Implantation von Behandlungsgeräten ins menschliche Gehirn spezialisiert hat, arbeitet an einer verblüffenden Innovation.

    Das Unternehmen behauptet, dass seine Neurostimulationstechnologie zur Behandlung von Depressionen eingesetzt werden kann.

    Die ersten Ergebnisse aus den klinischen Studien sind vielversprechend und könnten einen bedeutenden Fortschritt in der Behandlung bisher therapieresistenter Depressionen darstellen.

    Ein grosser Sprung für die Medizin

    Bei der Erfindung handelt sich um einen kleinen Chip, der in den Schädel implantiert wird. Er überwacht das Gehirn und stimuliert es gleichzeitig; dies, um Symptome einer Depression zu lindern.

    Schale Chip Smartphone Werbefoto
    Die Daten werden über den Chip aus dem Gehirn an ein Smartphone übertragen. - Inner Cosmos

    Das Unternehmen unterstreicht die geringe Grösse des Implantats sowie dessen Positionierung direkt unter der Hautschicht auf dem Knochen des Schädels.

    Datenübertragung vom Gehirn direkt aufs Handy

    Wurde das Gerät einmal vom Arzt implantiert und mit Ihrer Haut versiegelt, kann es Daten Ihres Gehirns sammeln und diese an ein Lesegerät senden. Auf diese Weise erhält der behandelnde Arzt direkten Zugriff auf Informationen aus dem Inneren Ihres Schädels.

    Eine Übertragung ist innerhalb weniger Minuten möglich.

    Die bisherigen Studienergebnisse deuten darauf hin, dass das Gerät von Inner Cosmos mindestens genauso wirksam ist wie die transkranielle Magnetstimulation (TMS), eine bisher gängige Behandlungsmethode für Depressionen.

    Sicher und effektiv

    Ergebnisse aus den ersten 21 Monaten der Untersuchung zeigen, dass das Gerät sicher und praktikabel ist. Bei den Teilnehmenden traten demzufolge keine schwerwiegenden Nebenwirkungen auf.

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    Bisher haben nur wenige Menschen das Implantat, und einer hat davon profitiert, während in den kommenden Monaten noch einige weitere damit beginnen werden. - Inner Cosmos

    Vorläufige Daten legen weiter nahe, dass das Gerät mindestens genauso effektiv – wenn nicht sogar effektiver – wie TMS zur Behandlung bei Depressionen eingesetzt werden kann.

    Anders als herkömmliche TMS-Behandlungen verspricht das Gerät von Inner Cosmos einen einfacheren Zugang zu wirksamen Therapiemöglichkeiten. Präzise elektrische Impulse an spezifische Bereiche des Gehirns sollen neuronale Netzwerke neu ausbalancieren und so schwere Depressionsymptome lindern können.

    Von der Vision zur Realität

    Der Erfinder Inner Cosmos selbst sieht seinem Neurotech-Gerät grosses Potenzial im Einsatz Kampf gegen therapieresistente Depressionen.

    Das Unternehmen schiebt aber nach, dass noch viel zu forschen sei und insbesondere klinische Tests ausgeweitet werden müssten. Nur so könnte diese vielversprechende Therapie schliesslich einer breiteren Patientengruppe zugänglich gemacht werden.

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