Wettervorhersage per Smartphone: So funktioniert die Wetter-App

    Björn Schneider
    Björn Schneider

    Sie liefern wichtige Informationen, und fast jeder hat eine auf dem Smartphone installiert: eine Wetter-App. Was steckt hinter den hilfreichen Anwendungen?

    Frau mit Regenschirm
    Um nicht im Regen zu stehen, nutzen viele User hilfreiche Wetter-Apps, die präzise Vorhersagen liefern. - Depositphotos

    Haben Sie sich jemals gefragt, woher Ihre Wetter-App so genau weiss, ob es morgen regnet oder die Sonne scheint? Oder wie sie das schafft, die Regenwahrscheinlichkeit über den Tag verteilt so genau vorherzusagen?

    Die Antwort liegt in einer faszinierenden Mischung aus Technologie und Wissenschaft. Wie Wettervorhersage-Apps arbeiten, woher die Daten stammen und wie diese später aufs Handy gelangen, schauen wir uns hier etwas näher an.

    Komplexe Technik

    Eine Vielzahl von Instrumenten erfasst ständig Daten über das aktuelle Wettergeschehen.

    Wetteranzeige
    Für die Prognosen und Vorhersagen greifen unterschiedlichste Technologien ineinander. - Depositphotos

    Dabei spielen insbesondere Wetterradare eine wichtige Rolle. Hinzu kommen Satelliten, Bojen und sogar spezielle Wetterballons. Diese Geräte senden dann Signale in die Atmosphäre aus und erfassen bei der Rückkehr deren Echos.

    Wo Störungen der Signale erkennbar werden, beispielsweise durch atmosphärische Partikel, lassen sich dann die verschiedensten Rückschlüsse ziehen: auf die Niederschlagsintensität, die Temperatur, den Luftdruck und so weiter.

    Daten sammeln und auswerten

    Aporpos Luftdruck: Meteorologen arbeiten nicht nur mit Satellitendaten, sondern auch ganz klassisch mit Faktoren wie Temperatur, Windgeschwindigkeit und -richtung sowie Luftdruck für ihre Prognosen.

    Liegen alle relevanten Daten vor, ist Zeit für den nächsten Schritt: die Datenauswertung. Hier kommen Computer ins Spiel.

    Ein Blick in die Glaskugel

    Um Vorhersagen für zukünftige Wetterbedingungen treffen zu können, werden die riesigen Mengen an gesammelten Daten nun durch komplexe Gleichungen geführt. Die Ergebnisse dieser Berechnungen bilden dann die Grundlage für Wetter-Prognosen – darunter auch die auf Ihrem Smartphone.

    Unwetter über dem Meer
    Blitz und Donner: Um Vorhersagen für das zukünftige Wetter anstellen zu können, werden riesige Mengen an Daten gesammelt. - Pixabay

    Computersimulationen unterstützen zusätzlich dabei, künftige Temperatur, Windgeschwindigkeit und -richtung sowie Niederschlagsmenge in der Atmosphäre vorherzusagen.

    Auch historische Wetterdaten werden gerne herangezogen. Wetter-Experten erkennen in deren Spiegel langfristige Trends, und können ihre Modelle so noch realitätstauglicher entwickeln.

    So kommt das Wetter aufs Handy

    Sind diese komplexen Analysen einmal abgeschlossen, liegt schliesslich die endgültige Wettervorhersage vor. Verschiedene Apps und Plattformen nehmen diese Informationen auf oder analysieren selbst Rohdaten und verteilen sie an ihre Nutzer.

    Jede App hat ihren eigenen Weg, um die Daten visuell ansprechend darzustellen. Dank API-Integration können viele Plattformen sogar direkt in Webseiten oder andere Anwendungen eingebunden werden.

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    Kommentare

    User #6382 (nicht angemeldet)

    Ich habe drei Wetter-Apps auf meinem Natel und kann nicht bestätigen, dass die dortigen Wettervorhersagen präzise sind. Im Gegenteil. Bei einer der drei Wetter-Apps stimmen die Vorhersagen nur gefühlt zu 20 %. Bei den anderen beiden Wetter-Apps eher zwischen 60 und 90 %. Und ja, es sind sehr bekannte und angeblich sehr gute Wetter-Apps, die aber nicht wirklich präzise Wettervorhersagen bieten. Fragt man die Meteorologen zu den Apps, sagen die, dass man das Wetter ohnehin nicht sicher vorhersagen kann, und dass die Wetter-App-Betreiber die Wetterprognosen unterschiedlich in ihren Apps hinsichtlich der Wahrscheinlichkeit darstellen.

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